Erasmus+ – ein schönes Projekt geht zu Ende

Im August 2018 endete das Erasmus+ Projekt „Ma.t.che.s – Make the chemistry sexy“, welches im September 2016 an unserer Schule begann. Das Ziel dieses Projekts war es u. a., den Chemieunterricht attraktiver zu gestalten und dadurch mehr Schüler/Innen dazu zu bewegen, das Fach weiter zu wählen. In den zwei Projektjahren fand in jedem der fünf beteiligten Länder ein Meeting statt und es wurden viele Produkte, wie zum Beispiel eine für Schüler attraktive Gestaltung von Chemie-Arbeitsblättern (die VIPs) oder ein selbstentwickeltes Kartenspiel, erstellt.

Das erste Meeting fand vom 13.11.2016 – 19.11.2016 an der Hellweg Schule Bochum in Deutschland statt. Zu Besuch kamen insgesamt 13 Gastschülerinnen und Gastschüler und 9 Lehrerinnen und Lehrer aus Griechenland, Spanien, Polen und der Türkei. Das Hauptziel dieses Treffens war es – wie bei jedem Meeting- an der Verwirklichung der Projektziele zu arbeiten. Bei uns wurde ein Fragebogen zum Thema „Attraktivität des Chemieunterrichts“ entwickelt. Natürlich unternahmen wir mit unseren Gastschülerinnen und Gastschülern auch andere Sachen, wie zum Beispiel einen Ausflug nach Köln und den Besuch des dortigen Schokoladenmuseums. Am letzten Abend fand ein kleines Abschiedsfest statt, wo einerseits die Gewinner des Kreativitätswettbewerbes, welcher in dieser Woche stattfand, andererseits aber auch unsere Schule zur Europaschule gekürt wurde. Leider ging diese Woche viel zu schnell um und unsere internationalen Gäste mussten zurück in ihre Heimat fahren.

Als die Gäste weg waren arbeiteten wir natürlich in der wöchentlichen AG weiter an der Umfrage. Über ihre Ergebnisse wurde auf der Homepage berichtet:<http://www.hellweg-gymnasium.de/319_Erasmus.HTM

Das nächste Meeting fand vom 19.02.2017 bis zum 25.02.2017 in der Türkei statt. Hier wurden die Umfrageergebnisse aller Partnerschulen vorgestellt, um, basierend darauf, außergewöhnliche Aktionen für den Chemieunterricht zu planen. Natürlich fanden auch hier viele andere Aktivitäten statt, wie ein Ausflug nach Troja oder ein Ebru-Workshop in Bursa.

Nach diesem Meeting erprobte jede Schule „ihre“ Aktivität. Die Berichte samt Evaluationen dazu kann man sich hier herunterladen: https://matches2017.jimdo.com/the-actions-meant-to-make-chemistry-more-sexy/

Das dritte Meeting fand vom 7.5.2017 – 14.5.2017 in Bydgosczc, Polen statt. Aus Deutschland reisten insgesamt 4 Schülerinnen und Schüler und 2 Lehren an. Anders als bei den anderen Treffen fuhren wir diesmal mit dem Zug anstatt zu fliegen. Natürlich hatten wir in Polen auch ein sehr schönes Programm, wie z.B. ein Chemie Workshop in Torun, wo wir verschiedene Experimente durchführten, oder die „Wissens -Mühle“ wo man verschiedene Sachen ausprobieren konnte, wie zum Beispiel Malen mit Licht. Auch in Polen gab es natürlich einen Abschlussabend, wo alle Schülerinnen und Schüler ihre Zertifikate erhielten und am nächsten Tag ging es dann auch schon wieder nach Hause.

Jetzt war auch schon die Hälfte des Projekts geschafft und alle Schülerinnen und Schüler, die bereits gefahren waren, haben ihre Europässe von dem Schulleiter übereicht bekommen. Der Europass Mobilität ist ein Dokument zum Nachweis von Lernaufenthalten im europäischen Ausland – dies ganz offiziell, mit einer eigenen, einzigartigen Seriennummer der Europäischen Kommission. Personalverantwortliche in Unternehmen können sich damit ein genaues Bild von den im Ausland erworbenen Fähigkeiten machen und deren Qualität besser einschätzen. Daher ist ein Europass Mobilität auch bei Bewerbungen von Vorteil. Auch bei Bewerbungen um Auslandsstipendien kann der Europass Mobilität das Vorhandensein der nötigen (Soft-)skills für einen Auslandsaufenthalt belegen. Nähere Informationen zum Europass gibt es hier: https://www.europass-info.de/dokumente/mobilitaet/

Das nächste Treffen in Thessaloniki, Griechenland, fand vom 5.11.2017 bis zum 12.11.2017 statt. Diesmal fuhren wir mit 4 Schülerinnen und einem Lehrer. Auch in Griechenland arbeiteten wir natürlich weiter am Projekt mit zahlreichen Workshops wie zum Beispiel ein Stop-motion Workshop. Außer dem besuchten wir die Stadt Vergina, wo man unter anderem die Gräber von Phillip dem Zweiten und in Naoussa eine Winzerei besuchen konnte. Natürlich unternahem wir auch in der Freizeit, die wir zu Verfügung hatten, viel mit unseren Austauschschülerinnen, da wir uns dort auf Anhieb sehr gut mit ihnen verstanden haben und als die Woche leider schon zu Ende war, wollten wir alle gar nicht mehr weg.

Das 5. Und letzte Treffen fand in Sevilla, Spanien vom 06.05.2018 bis zum 12.05.2018. Hier erprobten alle gemeinsam die seit November entwickelten Chemie-Spiele. Im Rahmen einer Ausstellung aller Projektergebnisse wurde das Projekt evaluiert. Natürlich gab es auch hier zahlreiche Aktivitäten, wie einen Workshop zum Thema „Röntgenfluoreszenzanalyse“ oder eine Exkursion nach Cadiz. Besonders beeindruckend war natürlich Sevilla selbst. Hier gabe es sogar eine Führung durch die Kathedrale, wo sich das Grab von Kolumbus befindet, und den Königlichen Garten.

Zwischen allen Treffen wurde an allen Partnerschulen an den Projektergebnissen gearbeitet. Eine Zusammenstellung aller Ergebnisse und aller Homepageberichte findet sich auf der Projekthompage unter https://matches2017.jimdo.com/

Am 20.9.2018 schließlich bekamen dann sozusagen zum Abschluss alle Teilnehmer/Innen des Projektes, die in Griechenland und Spanien waren einen Europapass von unserem neuen Schulleiter, Herrn Dr. Balliet übereicht und anschließend unternahmen wir einen Ausflug in das Planetarium Bochum und sahen uns die Vorstellung „Vom Urknall bis zum Menschen“ an. Zum Ausklang gingen wir alle zusammen Essen und blickten noch einmal auf ein geglücktes und sehr schönes Projekt zurück, bei dem alle sehr viele Erfahrungen fürs Leben gesammelt und viele neue Freunde außerhalb Deutschlands gefunden haben.

Das Ma.t.che.s.-Projekt ist zwar beendet, doch das ERASMUS-Team der Hellweg-Schule plant bereits ein weiteres Projekt. Wieder einmal können Schüler/Innen sich einbringen und Ihre Arbeiten auf einem Meeting im Ausland präsentieren. Achtet auf die Homepage und auf die Aushänge! Da alle Reisekosten von der EU übernommen werden, wollen viele mitmachen – die Reiseplätze sind jedoch begrenzt. Wer zuerst kommt, malt zuerst.

Text: Carlotta Moser / Fotos: Lars Moser