Drei Nationen- Ein Miteinander: Unser trilaterales Projekt in Ahlhorn

In diesem Jahr fand zum vierten Mal in Folge unser trilaterales Austauschprojekt mit Schüler*innen aus Polen und der Ukraine statt. In der Woche vom 06.09.2026 bis zum 11.09.2026 verbrachten wir alle gemeinsam unvergessliche Tage im Blockhaus Ahlhorn.

Nach einer etwa 4-stündigen Fahrt am Sonntag kam unsere deutsche Gruppe in Ahlhorn an und wir wurden von unseren polnischen Gästen empfangen. Die Freude war groß, da wir viele von ihnen bereits vom Polenaustausch kannten. Den restlichen Tag verbrachten wir damit, die Zimmer zu beziehen, gemeinsam zu essen und  Volleyball zu spielen. Am späten Abend erreichten auch die ukrainischen Teilnehmer nach einer langen und anstrengenden Fahrt (sie standen 12 Stunden an der Grenze zu Polen) das Blockhaus Ahlhorn.

Den nächsten Tag starteten wir damit, uns durch diverse Spiele besser kennenzulernen und als Gruppe zusammenzuwachsen. Auch dadurch, dass wir beim Essen zugelost wurden und immer wieder verschiedene Gesprächsthemen hatten, lernten wir uns schnell kennen. Anschließend folgten unsere Präsentationen der Heimatregionen, bei welchen wir viel über die jeweilige Kultur und Umgebung erfuhren. Im gleichen Zuge leiteten wir die Gruppe in unsere „Tauschtaschen“ ein. Die Idee bestand daraus, einer zugelosten Person, die von Jana Bernhardt gestaltete Tasche mit Erinnerungen zu befüllen. Den Abend ließen wir mit einem von den Ukrainern organisierten Spieleabend ausklingen.

Der Dienstag startete für uns alle relativ früh, da an diesem Tag der Ausflug zur Nordseeinsel Spiekeroog auf dem Plan stand. Von Neuharlingersiel aus fuhren wir mit dem Kutter, welcher sogar noch an den Seehundbänken vorbeifuhr, rüber zur Insel. Dort angekommen begannen wir mit Spielen am Strand und starteten in unsere Foto-Rallye. In Kleingruppen besuchten wir verschiedene Orte der Insel und kamen mit vielen Leuten ins Gespräch, da eine unserer Aufgaben war, einen typisch norddeutschen Satz zu lernen. Anschließend hatten wir etwas Freizeit und nutzen diese zum Beispiel, um kleine Souvenirläden zu besuchen, Erinnerungen für die „Tauschtaschen“ zu besorgen oder zu essen. Am späten Nachmittags ging es mit dem Kutter wieder zurück aufs Festland und dann zurück zum Blockhaus. Wir fielen alle erschöpft vom Tag, aber mit tollen Erinnerungen, ins Bett.

Am Mittwoch wurden uns von Herrn Heins das Gelände und die Natur rund ums Blockhaus gezeigt. Wir besuchten auch die Kirche auf dem Gelände und waren erstaunt davon, wie viele unserer Gäste Orgel spielen konnten. Wir begannen anschließend damit, unsere Performances für die am Abend anstehende Talentshow zu üben. Außerdem stand an diesem Tag das gemeinsame Kochen und Backen auf dem Plan, bei welchem aus jedem Land traditionelle Gerichte gekocht wurden. Mit Musik im Hintergrund verbrachten wir tolle, gemeinsame Stunden. Abends stand dann das Highlight aller an: Die Talentshow. Mit unseren Zimmernachbarn führten wir verschieden Sketche und Tänze vor und lachten zusammen. Danach ging es für uns auf eine Fledermauswanderung und anschließend sangen und tanzten wir gemeinsam in der Disko.

Donnerstag boten uns Künstler, die im Blockhaus vor Ort waren, einen Kreativworkshop an, bei welchem wir lernten, realitätsnah zu zeichnen. Zudem befüllten wir noch weiter unsere „Tauschtaschen“ und sprachen über unsere gemeinsame Zeit. Den letzen Abend ließen wir am Lagerfeuer mit Stockbrot ausklingen. Wir machten viele Erinnerungsfotos und sangen gemeinsam.

Am Freitag hieß es auch schon Abschied nehmen. Wir mussten unsere Zimmer für die Abfahrt bereit machen und machten ein abschließendes Feedback. Außerdem überreichten wir uns gegenseitig unsere „Tauschtaschen“ und bedankten uns bei den Lehrern. Unsere Gruppe überreichte unseren Gästen noch selbstgestaltete Frühstücksbrettchen als Erinnerung. Anschließend folgte ein tränenreicher Abschied. Wir alle werden die Zeit in guter Erinnerung behalten und freuen uns schon darauf, einige unserer neuen Freunde beim Polenaustausch wiederzusehen.

Wir bedanken uns beim Auswärtigen Amt sowie dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk für die großzügige Förderung dieses einzigartigen Projektes und hoffen auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit! Außerdem danken wir den Lehrerinnen und Lehrern, die uns diese Erfahrung ermöglicht und das gesamte Projekt mit der Leitung der Jugendbildungsstätte Niels-Christian Heins organisiert haben.

Für die Austauschgruppe: Lotte Eusten, Ef

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